Dekupiersäge vs. Bandsäge - Der Vergleich

Dekupiersäge und Bandsäge – die Unterschiede im Überblick

Die Entscheidung zwischen Bandsäge und Dekupiersäge ist keine einfache. Die meisten Heimwerker stehen spätestens dann vor dieser „Qual der Wahl“, wenn sie auf der Suche nach einer Ergänzung zu ihrer Stichsäge sind. Natürlich kommt es in erster Linie auf das Material an, das bearbeitet werden soll, doch auch andere Faktoren sollten abgewogen werden. Oder muss man sich gar nicht entscheiden und sollte lieber beide Sägearten besitzen? Eine schwierige Frage, zu deren Klärung wir gerne beitragen wollen. Wir haben unsere Erfahrungen und die Eigenschaften beider Sägearten zusammengefasst und bieten eine Übersicht über die wichtigsten Unterschiede und Einsatzgebiete.

Die Dekupiersäge, die Filigrane

Dekupiersägen sind das Mittel der Wahl für feinere und filigrane Holzarbeiten. Die Sägeblätter sind sehr dünn erlauben besonders feine Schnitte. Wer sich für Rundsägeblätter entscheidet, kann auch kurvenreiche Arbeiten durchführen. Natürlich sollte man angesichts der feinen Blätter gerade bei Kurvenschnitten mit sehr kleinem Radius immer vorsichtig und achtsam arbeiten, aber das gilt grundsätzlich für alle Sägen. Wenn man das Sägeblatt der Dekupiersäge während der Bearbeitung aus- und einspannt, sind problemlos auch Innenschnitte möglich. Wie bei allen Sägen muss das Sägeblatt passend zum Modell und zur jeweiligen Holzart gewählt werden. Bei vielen Modellen lässt sich die Drehzahl regulieren, auch diese hat Einfluss auf die Beschaffenheit der Schnitte: Für besonders filigrane Arbeiten sollte eine möglichst geringe Drehzahl eingestellt werden. Im Grunde ähnelt die Dekupiersäge in ihrer Funktionsweise einer Laubsäge. Teilweise lassen sich in Dekupiersägen sogar Laubsägeblätter einspannen, wobei der Vorteil gegenüber einer klassischen Laubsäge natürlich der elektrische Antrieb ist. Die Dekupiersäge ist ein beliebtes Werkzeug bei vielen Modellbauern, aber auch im Bereich der Feinmechanik. Sie kann Hartholz ebenso gut bearbeiten wie Weichholz. Einen Überblick über verschiedene Dekupiersägen finden Sie auf der Webseite www.dekuka.de. Für sehr große Werkstücke, die mit langen und tiefen Schnitten versehen werden sollen, ist die Dekupiersäge weniger geeignet. Hier empfiehlt sich eher der Einsatz einer Bandsäge.

Bandsägen, die Helfer für das Grobe

Bandsägen sind im Vergleich zu Dekupiersägen in ihrem Aufbau etwas „grober“ und demnach auch für größere Holzarbeiten geeignet. Im Vergleich zu einer Tischkreissäge jedoch ist die Bandsäge wiederum deutlich flexibler und ermöglichen feinere Schnitte (wenn auch wiederum nicht ganz so filigran wie mit der Dekupiersäge). Bandsägen sind also sozusagen die „größeren Brüder“ der Dekupiersägen. Eine Besonderheit dieser Sägeart ist die Anordnung des Sägeblattes: Es ist zu einem großen Kreis oder Ring verschlossen und verschweißt. Dadurch entsteht eine größere Schnitthöhe, die es ermöglicht, auch höhere Werkstücke zu bearbeiten. Innenschnitte sind aufgrund dieser Anordnung jedoch nicht möglich, da der fest verschweißte Sägeblattring kein Einbringen des Werkstücks ermöglicht. Ein Vorteil der Rundform wiederum ist der gleichmäßige Lauf: Das Sägeblatt läuft immer in die gleiche Richtung, so dass ein Leerhub vermieden werden kann. Das Blatt ist (dem Namen entsprechend) bandförmig, man kann also auch feinere Kanten oder Ecken und auch Rundungen oder geschweifte Formen aussägen. Welche Bandsägen es gibt und welche Hersteller empfehlenswert sind, wird auf der Webseite bandka.de ausgiebig vorgestellt.

Fazit, welche soll es sein?

Und wie steht es nun um die Entscheidung? Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Dekupiersäge und Bandsäge sinnvoll ergänzen. Beide sind für unterschiedliche Zwecke geeignet und haben ihre individuellen Vor- und Nachteile. Wer eine Säge für besonders filigrane Arbeiten sucht, für die mitunter auch Innenschnitte notwendig sind, ist mit einer Dekupiersäge gut beraten. Wer große und vor allem hohe Werkstücke hat, die tiefer, gleichmäßiger Schnitte bedürfen, sollte zur Bandsäge greifen. Ambitionierte Heimwerker umgehen die Qual der Wahl, indem sie beide Sägen anschaffen: Auf diese Weise hat man ganz sicher für jede Holzarbeit das passende Werkzeug in petto.

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