Den Laminatschneider richtig einsetzen

Den Laminatschneider richtig einsetzen – und das Verlegen wird zum Kinderspiel

 

Wenn es um die Wahl des richtigen Bodenbelags geht, entscheiden sich immer mehr Eigentümer und auch Mieter für Laminat. Und diese Entscheidung bringt jede Menge Vorteile – Laminat zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus, ist lange haltbar und zudem leicht zu pflegen. Die Herstellungsmethoden moderner Laminatböden sind in den letzten Jahren immer weiter verbessert worden, so dass dieser robuste und stilsichere Bodenbelag heute als „State of the Art“ zu bezeichnen ist.

 

Laminat verlegen ist nicht schwer

Auch in puncto Verlegetechnik ist Laminat eine zuverlässige Wahl. Das Verlegen erfordert keine allzu große Erfahrung, und die benötigten Werkzeuge wie zum Beispiel Hammer, Schlagholz und Zollstock finden sich in fast jeder Werkstatt. Sehr hilfreich ist darüber hinaus ein qualitativ hochwertiger <b>Laminatschneider</b>. Er erleichtert und beschleunigt die Arbeit, ist leicht zu transportieren und gewährleistet ein sehr staub- und rückstandsarmes Zuschneiden des Laminats. Zudem ist man mit einem Laminatschneider völlig unabhängig von der Stromversorgung. Auch für den Austausch oder Ersatz kleinerer Teile des Bodenbelags ist ein Laminatschneider ein essenzielles Werkzeug. Seine Bedienung ist ganz unkompliziert und leicht zu meistern – wenn man einige Hinweise beachtet. Wie es funktioniert und eine Anleitung für den richtigen Einsatz finden Sie im nachfolgenden Artikel.

 

Das letzte Paneel

Grundsätzlich ist ein Laminatschneider für alle gängigen Arten von Laminat geeignet. Bei einer sehr dünnen oder filigranen Sorte sollte man jedoch darauf achten, dass die Bretter (man spricht auch von „Paneelen“) nicht brechen oder an der Unterseite der Schnittkante ausfasern. Die Funktionsweise des Laminatschneiders entspricht in etwa der einer Hebelschere.

 

Zunächst müssen die Schnittmaße ermittelt werden. In der Regel ist es das letzte Paneel vor der Wand, das gekürzt werden muss. Messen Sie hierzu die Länge des Brettes sowie den erforderlichen Abstand bis zur Wand. Kalkulieren Sie bei der Messung auch die Schnittbreite der Laminatschneiderklinge mit ein (meist zwischen 2 und 7 mm). Außerdem sollte bedacht werden, dass das Laminat im Laufe der Zeit mitunter auch „arbeitet“ – lassen Sie also zur Wand eine Abstandsfuge von etwa 10 bis 15 mm. In dem so ermittelten Abstand wird nun die Schnittkante auf dem Laminatbrett markiert, zum Beispiel mit einem schwarzen Filzstift. Keine Sorge – die Fußleiste wird diese Markierung später verdecken.

 

Der Laminatschneider erledigt das

Das Brett wird in die entsprechende Vorrichtung am Laminatschneider gelegt und – je nach Modell – dort fixiert. Die spätere Schnittkante sollte abwärts zeigen – das heißt, dass das Laminatbrett mit der Trittseite nach oben (so, wie es im Anschluss verlegt wird) angelegt werden muss. Ziehen Sie nun die Klinge des Schneiders ebenso kräftig wie gleichmäßig durch die Paneele. Befreien Sie das gekürzte Brett nun aus der Fixierung – schon ist es bereit zum Verlegen!

 

Das abgetrennte Versatzstück ist kein Abfall: Mit ihm beginnen Sie die nächste Laminatreihe – es sollte allerdings mindestens 35 cm lang sein, damit der Boden anschließend nicht „gestückelt“ aussieht. Die Ränder müssen nach dem Verlegen besonders fest angezogen werden; hierfür empfiehlt sich ein Zugeisen, das beim Einpassen der Paneele Ihre Kräfte schont. Mit einigen Laminatschneidermodellen ist es möglich, Aus- und Winkelschnitte durchzuführen. Das kann beispielsweise beim Aussägen von Abständen zu Heizungsrohren erforderlich werden. Hilfreich sind dabei Bohrungen, die – nach ausführlicher Messung – vorab getätigt werden.

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